die blaue Holzbiene

die blaue Holzbiene (Xylocopa violacea)

Kennzeichen:
eine der grössten mitteleuropäischen Bienen mit hummelartigem Habitus (Körperlänge 20 - 28mm). Färbung einheitlich tiefschwarz; auch die Flügel sehr dunkel, mit deutlichem Blauschimmer. Behaarung ziemlich kurz, auf dem Thoraxrücken durch die graue Färbung auffallend. Männchen mit gelbbraunem Ring vor der leicht abgeknickten Fühlerspitze, sonst dem Weibchen sehr ähnlich.

Flugzeit:
Ab August und nach der Überwinterung von April bis Juli.

Lebensraum:
An sonnigen Orten mit Nistmöglichkeiten (Totholz); besonders am Rand von Siedlungen in Gärten und Streuobstwiesen.

Verbreitung:
Die ausgesprochen wärmebedürftige Art ist in ihrer Verbreitung in Mitteleuropa weitgehend auf Wärmeinseln (Weinbaugebiete) beschränkt, hier aber gebietsweise nicht selten. Im Mittelmeer gebiet gehört sie zu den häufigsten Bienenarten.

Lebensweise:
Die Tiere erscheinen im Spätsommer; beide Geschlechter überwintern und verpaaren sich erst im folgenden Frühjahr. Ab April/Mai beginnt das Weibchen mit dem Nestbau. Es nagt hierzu einen Nistgang in abgestorbenes, aber noch ziemlich festes Holz. Die Scheidewände zwischen den einzelnen Brutzellen werden aus mit Speichel verklebten, feinen Holzspänen hergestellt. Die Art ist an recht verschiedenen Blüten zu beobachten, unter anderem an Korbblütlern, Schmetterlingsblütlern und Lippenblütlern. Im Frühjahr trifft man sie mit grosser Regelmässigkeit an blühenden Spalieren der Glyziene (Wisteria sinensis)

Ähnliche Arten:
Im Mittelmeergebiet einige weitere der Gattung.

Gefährdung:
Wegen ihrer hohen Wärmeansprüche und ihrer Abhängigkeit von geeigneten Nistmöglichkeiten gilt die Art als gefährdet bzw. (in Baden-Wüttemberg) stark gefährdet.

 

Text Quelle: KOSMOSnaturführer "Bienen, Wespen, Ameisen", 2005, ISBN-13: 978-3-440-09690-1, ISBN-10: 3-440-09690-4

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